Was kostet eine Restaurant-Website? Die ehrliche Antwort: zwischen 0 Euro pro Monat (Baukasten mit eigener Arbeit) und 15.000 Euro einmalig (komplexes Projekt mit Bestellsystem und Mehrsprachigkeit). Die meisten Restaurants landen zwischen 2.000 und 6.000 Euro für eine vernünftige Lösung, die fünf Jahre hält.
Dieser Artikel zeigt transparent, was Sie konkret bezahlen, was in welchem Preisrahmen drin ist, welche Premium-Funktionen extra kosten und mit drei Beispielrechnungen, welches Setup zu Ihrer Restaurant-Größe passt. Geschrieben von einem Webentwickler aus Niederbayern, der seit Jahren für Gastronomen baut.
In Kürze
Drei realistische Preisrahmen: Baukasten 0–360 Euro pro Jahr plus Ihre Zeit (Wix, Jimdo), Freelancer 1.500–4.000 Euro einmalig plus 50–150 Euro/Stunde Pflege, spezialisierte Agentur 2.000–8.000 Euro einmalig im Festpreis plus 20 Euro/Monat Hosting. Eigenes Bestellsystem oder Mehrsprachigkeit kosten in der Agentur typischerweise 1.500–3.500 Euro Aufschlag. Über fünf Jahre gerechnet liegen Agentur und Baukasten preislich oft gleichauf, die Agentur liefert dabei deutlich mehr Kontrolle und Marken-Qualität.
Drei Preisrahmen für Restaurant-Websites
Hier die drei realistischen Wege, eine Restaurant-Website zu bekommen, mit echten Preisen aus dem aktuellen Markt.
Weg 1: Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
- Monatliche Gebühr: 12 bis 30 Euro für die Business-Tarife
- Setup-Aufwand: 1 bis 2 Wochenenden eigene Arbeit
- Foto-Investition optional: 400 bis 800 Euro für Foodfotografen
- Über 1 Jahr gerechnet: 150 bis 800 Euro plus Ihre Zeit
- Über 5 Jahre gerechnet: 720 bis 1.800 Euro plus Ihre Zeit
Geeignet für Cafés, kleine Imbisse, oder Restaurants mit einfacher Speisekarte und ohne komplexe Reservierungs-Logik. Wichtig: Sie zahlen jeden Monat, solange die Seite online ist. Bei Vertragsende werden Sie aus dem System gedrängt.
Weg 2: Freier Webdesigner
- Einmalige Erstellung: 1.500 bis 4.000 Euro (manche bis 8.000 Euro)
- Stundensatz für Pflege: 50 bis 150 Euro netto
- Hosting separat: ca. 10 bis 30 Euro pro Monat
- Domain separat: 12 bis 20 Euro pro Jahr
- Über 5 Jahre gerechnet (mit kleinen Anpassungen): 3.000 bis 7.000 Euro
Qualität schwankt extrem. Sie können einen sehr guten Freelancer bekommen, der genau Ihre Branche kennt, oder jemand der Restaurant-Websites das erste Mal baut. Persönliche Verfügbarkeit hängt am einzelnen Designer, bei Krankheit oder Urlaub haben Sie keinen Ansprechpartner. Auch oft: nach drei Jahren erreicht der Freelancer Sie nicht mehr.
Weg 3: Spezialisierte Agentur
- Festpreis-Basis-Paket: 2.000 bis 4.000 Euro netto (Website mit Speisekarte + Tischreservierung)
- Festpreis-Komplett-Paket: 4.500 bis 8.000 Euro netto (zusätzlich Online-Bestellsystem)
- Hosting im Paket inklusive: 20 Euro pro Monat
- Laufende Betreuung optional: 50 bis 200 Euro pro Monat
- Über 5 Jahre gerechnet: 3.200 bis 9.200 Euro bei reinem Hosting, 6.200 bis 17.200 Euro mit laufender Betreuung
Wir aus Fullstack Factory liegen in diesem Segment. Unser Basis-Paket startet bei 2.000 Euro netto, Komplett-Paket bei 5.000 Euro netto. Festpreis schriftlich vor Projektstart. Hosting 20 Euro pro Monat inklusive für die ersten 12 Monate. Mehr dazu im Detail im weiteren Verlauf.
Restaurant-Website erstellen: kompletter Guide für Gastronomen
Was eine Restaurant-Website 2026 alles können muss, bevor Sie über Kosten entscheiden.
/posts/restaurant-website-erstellen
Was in einem vernünftigen Basis-Paket drin sein muss
Damit Sie Angebote vergleichen können: Hier die acht Kernfunktionen, die in jedem Basis-Paket einer Restaurant-Website enthalten sein sollten. Wer weniger anbietet, ist nicht günstig, sondern unvollständig.
- Responsive Design (Mobile zuerst, sieht auf Handy genauso gut aus wie am Desktop)
- Speisekarte als HTML, von Ihnen im CMS selbst pflegbar
- Tischreservierungs-Formular mit Auto-Bestätigung per E-Mail
- Bis zu 8 statische Unterseiten (Speisekarte, Reservierung, Über uns, Kontakt, Anfahrt, Events, Galerie, Impressum)
- Google-Maps-Einbindung der Adresse
- Schema.org-Markup für Restaurant, Menu und LocalBusiness
- DSGVO-konforme Datenschutz- und Cookie-Texte
- 12 Monate inklusive Hosting plus SSL-Zertifikat
Wer ein Angebot bekommt, in dem mehrere dieser Punkte fehlen oder als Aufpreis ausgewiesen sind, sollte verhandeln oder weitersuchen. Diese Funktionen sind heute Standard, nicht Premium.
Was Premium-Funktionen extra kosten
Diese Funktionen sind nicht Teil eines Basis-Pakets, sondern kommen je nach Bedarf dazu.
Online-Bestellsystem mit Lieferung und Abholung
- Einmaliger Aufschlag: 1.500 bis 3.500 Euro
- Anbindung an Stripe für Karten-/PayPal-/Apple-Pay-Bezahlung
- Bestelldrucker oder E-Mail-Tickets in die Küche
- Lieferradius-Logik und Mindestbestellwert
- Zeitfenster-Management für Bestell-Slots
Mehrsprachigkeit
- Einmaliger Aufschlag: 600 bis 1.200 Euro für eine zweite Sprache
- Setup im CMS für parallele Inhalts-Pflege
- Sprach-Umschalter im Header
- Übersetzungs-Kosten extra (Sie liefern die Texte, oder Übersetzungsbüro 150 bis 300 Euro pro Sprache)
Multi-Standort-Verwaltung
- Einmaliger Aufschlag: 1.500 bis 4.000 Euro je nach Komplexität
- Jeder Standort eigene Unterseite, eigene Speisekarte, eigene Öffnungszeiten
- Zentrales CMS, in dem Sie alle Standorte pflegen
- Standort-übergreifende Reservierungs-Logik möglich
Anbindung an Reservierungs-Plattformen (Quandoo, OpenTable, resmio)
- Einmaliger Aufschlag: 200 bis 500 Euro
- Widget-Integration in die Website
- Cross-Listing in der Plattform
- Laufende Plattform-Gebühren extra (siehe entsprechender Artikel)
Foodfotograf
- Halbtags-Termin: 400 bis 800 Euro
- 15 bis 25 Gerichte plus 2 bis 3 Innenaufnahmen
- Vollständige Bildrechte inklusive
- Material reicht für 12 bis 24 Monate auf Website, Google Business und Social Media
Lieferando-Alternative: eigenes Bestellsystem für Restaurants
Wann sich ein eigenes Bestellsystem rechnet und welche Komponenten es haben muss.
/posts/lieferando-alternative-eigenes-bestellsystem
Laufende Kosten nach dem Launch
Eine Website ist kein einmaliges Projekt, sie braucht laufende Pflege. Hier die realistischen Posten.
Hosting und Domain
- Hosting: 10 bis 30 Euro pro Monat je nach Anbieter und Traffic
- Domain: 12 bis 20 Euro pro Jahr
- SSL-Zertifikat: meist im Hosting enthalten, sonst 0 bis 50 Euro pro Jahr
Pflege und Aktualisierung
Diese Posten variieren stark, je nachdem wie aktiv Sie die Website ändern.
- Speisekarte selbst pflegen über das CMS: kostenlos, kostet nur Ihre Zeit (5 bis 15 Minuten pro Änderung)
- Saisonale Aktionen, neue Bilder, Galerie-Updates selbst: kostenlos im CMS
- Größere Design-Anpassungen einmal pro Jahr: 200 bis 600 Euro je nach Umfang
- Sicherheits-Updates und Wartung: bei Custom-Lösungen meist minimal, bei WordPress 30 bis 80 Euro pro Monat (Plugin-Updates)
Marketing-Erweiterungen (optional)
- Google-Ads-Kampagnen: ab 200 Euro pro Monat Adspend plus Verwaltung
- SEO-Betreuung: 200 bis 800 Euro pro Monat
- Social-Media-Content: 300 bis 1.500 Euro pro Monat
- Diese Posten haben aber wenig mit der Website selbst zu tun und kommen meist später
Drei konkrete Beispielrechnungen
Damit Sie Ihr eigenes Setup einschätzen können, hier drei realistische Beispiel-Restaurants mit ihren Kosten über fünf Jahre.
Beispiel 1: Kleines Café mit Frühstück und Mittagstisch
Café in einer mittelgroßen Stadt, 25 Plätze, einfache Karte, hauptsächlich Walk-in-Gäste. Will eine ordentliche Online-Präsenz mit Speisekarte und Reservierungs-Formular.
- Option Baukasten: 18 Euro pro Monat Wix Premium, eigene Arbeit für Setup. Gesamt 5 Jahre: 1.080 Euro plus Ihre Zeit.
- Option Agentur Basis-Paket: 2.500 Euro einmalig, Hosting 20 Euro pro Monat ab Monat 13. Gesamt 5 Jahre: 3.460 Euro.
- Empfehlung: Baukasten reicht, wenn Sie zwei Wochenenden Zeit haben und kein kompliziertes Design wollen.
Beispiel 2: Mittleres Restaurant mit Tischreservierung
Italienisches Restaurant mit 60 Plätzen, regelmäßiger Reservierungs-Bedarf, Wert auf lokale Sichtbarkeit, eigene Marke wichtig.
- Option Freelancer: 3.500 Euro einmalig plus 50 Euro Hosting pro Monat plus 200 Euro Anpassungen pro Jahr. Gesamt 5 Jahre: 7.500 Euro.
- Option Agentur Basis-Paket: 3.000 Euro einmalig, Hosting 20 Euro pro Monat ab Monat 13, kleine Anpassungen selbst im CMS. Gesamt 5 Jahre: 3.960 Euro.
- Plus Foodfotograf einmalig: 600 Euro.
- Empfehlung: Agentur. Geringere Gesamtkosten plus bessere Mobile-Performance plus eigenes CMS.
Beispiel 3: Restaurant mit Lieferung und Bestellsystem
Pizzeria mit Liefer- und Abholservice, derzeit 120 Bestellungen pro Monat über Lieferando mit 543 Euro monatlichen Provisionen. Will weg von Lieferando, eigenes Bestellsystem.
- Option Agentur Komplett-Paket: 5.000 Euro einmalig (Website + Bestellsystem + Stripe), Hosting 20 Euro pro Monat ab Monat 13. Gesamt 5 Jahre: 5.960 Euro.
- Plus monatliche Stripe-Gebühren statt Lieferando-Provisionen: Ersparnis 459 Euro pro Monat, also 27.540 Euro über 5 Jahre.
- Plus Foodfotograf einmalig: 600 Euro.
- Netto-Ersparnis über 5 Jahre: 27.540 Euro - 6.560 Euro Mehrinvestition = rund 21.000 Euro
Bei Bestellungs-orientierten Restaurants ist die Agentur-Investition fast immer die finanziell beste Wahl, weil die Lieferando-Provisionen sich über fünf Jahre zu fünfstelligen Beträgen summieren.
Wie Sie nicht zu viel zahlen
Fünf konkrete Tipps für die Verhandlung mit Agenturen.
Tipp 1: Festpreis statt Stundensatz
Eine seriöse Agentur kann nach dem Erstgespräch einen Festpreis nennen. Wer nur Stundensätze anbietet, hat ein Anreiz-Problem: je länger gebaut wird, desto mehr Umsatz. Festpreis verschiebt das Risiko zur Agentur und schützt Sie vor Überraschungen.
Tipp 2: Schriftliches Angebot vor Beauftragung
Lassen Sie sich das Angebot schriftlich geben, mit klarer Auflistung: Was ist drin, was nicht, was kostet was. Wenn die Agentur das nicht macht oder Punkte unklar bleiben, ist das ein Warnsignal. Gute Agenturen schicken in 3 Werktagen ein Angebot, nicht in 3 Wochen.
Tipp 3: Referenzen prüfen
Verlangen Sie 2 bis 3 Beispielprojekte aus der Gastronomie. Schauen Sie sich an: Lädt die Seite schnell? Ist sie auf dem Handy gut bedienbar? Wie ist das Design? Wenn die Agentur keine eigenen Restaurant-Referenzen zeigen kann, hat sie wahrscheinlich keine Erfahrung in der Branche.
Tipp 4: CMS-Zugang nach Übergabe
Fragen Sie konkret: „Kann ich nach Übergabe die Speisekarte selbst pflegen?" Lassen Sie sich das live im CMS demonstrieren. Wenn das Backend kompliziert aussieht oder die Agentur sagt „Das machen wir für Sie, gegen Stundenlohn", suchen Sie weiter. Sie müssen die Karte selbst bedienen können.
Tipp 5: Eigentum am Code und an den Daten
Klären Sie schriftlich, dass Quellcode, Datenbank, CMS-Daten und Domain Ihr Eigentum sind. Manche Agenturen halten den Code zurück, damit Sie nicht zu einer anderen Agentur wechseln können. Bei seriösen Anbietern ist das selbstverständlich.
Fazit
Restaurant-Website-Kosten sind transparent und über fünf Jahre gerechnet kalkulierbar. Der Baukasten lohnt sich für kleine Betriebe ohne Anspruch, der Freelancer ist Glückssache, die spezialisierte Agentur ist für die meisten Restaurants ab mittlerer Größe die finanziell beste Wahl.
Bei Restaurants mit Bestellsystem-Ambitionen rechnet sich die Agentur-Investition fast immer, weil die Ersparnis bei Lieferando-Provisionen die Mehrinvestition über fünf Jahre um den Faktor drei bis fünf übersteigt.
Festpreis schriftlich vor Beauftragung, Referenzen prüfen, CMS-Zugang sichern. Wer diese drei Punkte berücksichtigt, kommt nicht in die typischen Kostenfallen.
Konkretes Angebot für Ihre Restaurant-Website?
In unserem kostenlosen Erstgespräch klären wir den Umfang Ihres Projekts und schicken Ihnen das schriftliche Festpreis-Angebot in 3 Werktagen. Basis-Paket ab 2.000 Euro netto, Komplett-Paket ab 5.000 Euro netto.
Häufige Fragen
Beim Baukasten zahlen Sie monatlich. Über fünf Jahre summieren sich 18 Euro pro Monat auf 1.080 Euro. Plus: Sie können das System bei Vertragsende kaum verlassen, weil Design und Inhalte exportieren oft nicht funktioniert. Eine Agentur-Website kostet einmalig 2.000 bis 4.000 Euro plus 20 Euro Hosting pro Monat. Über fünf Jahre: 3.200 bis 5.200 Euro. Die Differenz kompensiert sich durch bessere Mobile-Performance, eigenes CMS und höhere Flexibilität.
Bei einer modernen Custom-Website mit eigenem CMS: ab 0 Euro, weil Sie Speisekarte und Inhalte selbst pflegen. Hosting kostet rund 20 Euro pro Monat. Bei WordPress oder Baukasten kommen oft noch Plugin- oder Tarif-Gebühren von 15 bis 60 Euro pro Monat dazu. Bei Bedarf laufende Betreuung durch die Agentur: 50 bis 200 Euro pro Monat.
Nicht zwingend, aber stark empfohlen. Schlechte Smartphone-Fotos schaden mehr als gar keine Fotos. Wenn Sie keine guten Fotos haben, starten Sie ohne. Ein Foodfotograf aus Ihrer Region kostet 400 bis 800 Euro für einen halbtägigen Termin und liefert Material für 12 bis 24 Monate auf Website, Google Business und Social Media.
Bei Custom-Lösungen typischerweise 1.500 bis 3.500 Euro Aufschlag auf das Basis-Paket. Bei uns ist das Komplett-Paket (Website + Bestellsystem + Stripe + Lieferradius) ab 5.000 Euro netto im Festpreis. Bei aktuell 100 Bestellungen pro Monat über Lieferando rechnet sich die Investition typischerweise in 9 bis 15 Monaten.
Ja, und Sie sollten das immer tun. Eine seriöse Agentur kann nach dem 30-minütigen Erstgespräch einen Festpreis nennen und schickt das schriftliche Angebot in zwei bis fünf Werktagen. Wer nur Stundensätze nennt oder den Festpreis verweigert, hat ein Anreiz-Problem.
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