Next.js oder WordPress? Warum wir KMU zu modernem Tech-Stack raten
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40% aller Websites weltweit laufen auf WordPress. Das klingt nach einem Qualitätsargument — ist aber eher ein Erbe. Viele KMU wissen nicht, dass es längst bessere Alternativen gibt. Hier unser ehrlicher Vergleich.
WordPress: Was gut ist
WordPress hat seine Stärken: großes Ökosystem, viele Entwickler, günstige Einstiegspakete. Für simple Blogs oder Informations-Websites mit wenig Traffic funktioniert es. Und es gibt unzählige Themes und Plugins für jeden Use Case.
WordPress: Die Probleme
Performance
WordPress ist ein PHP-Monolith mit Datenbank-Abhängigkeit bei jedem Seitenaufruf. Selbst mit Caching-Plugins liegen WordPress-Sites meist bei 2–4 Sekunden Ladezeit. Google straft das ab — Core Web Vitals werden seit 2021 direkt in Rankings einberechnet.
Sicherheit
90% aller gehackten CMS-Websites sind WordPress-Installationen. Grund: Plugins. Die meisten kleinen Plugins werden von Einzelpersonen gewartet, manche gar nicht mehr. Jedes Plugin ist ein potenzieller Angriffsvektor. Ein einziges veraltetes Plugin reicht für Datenabfluss oder Verschlüsselung Ihrer Seite.
Wartungsaufwand
WordPress-Betreiber müssen wöchentlich Updates prüfen: Core-Updates, Theme-Updates, Plugin-Updates. Bricht ein Update die Kompatibilität, ist die Seite offline. KMU-Inhaber unterschätzen das — und zahlen dann monatlich Wartungspauschalen.
Next.js: Was anders ist
Next.js ist ein modernes React-Framework, entwickelt von Vercel. Es rendert Seiten nicht bei jedem Aufruf neu, sondern generiert statische Seiten, die über ein CDN ausgeliefert werden. Ergebnis: Ladezeiten unter 1 Sekunde, Core-Web-Vitals-Scores nahe 100, keine Plugin-Abhängigkeiten.
Die direkten Unterschiede
- Performance: Next.js < 1s vs. WordPress 2–4s
- Sicherheit: Next.js kein Plugin-Risiko vs. WordPress ständige Updates
- Skalierbarkeit: Next.js handelt Millionen Besucher ohne Anpassung
- SEO-Basis: Next.js hat modernste SEO-Features integriert
- Wartung: Next.js minimal vs. WordPress wöchentlich
- Kosten: Hosting gleich, aber weniger Plugin-Lizenzen bei Next.js
Aber was ist mit dem CMS?
Das ist der Knackpunkt. Next.js alleine ist ein Framework, kein CMS. Für Inhaltspflege brauchen Sie ein modernes Headless-CMS. Wir nutzen Payload CMS — eine selbst gehostete Lösung, die sich bedient wie WordPress, aber mit modernem Stack. Ihr Team ändert Texte und Bilder über eine intuitive Oberfläche, die Seite bleibt blitzschnell.
Für wen ist Next.js nicht richtig?
Wenn Sie eine Standard-WordPress-Seite mit 100 Besuchern pro Tag betreiben und keine Ansprüche an Geschwindigkeit haben — dann tut es WordPress. Wenn Sie einen etablierten WordPress-Betrieb mit 50 angepassten Plugins haben — der Umzug lohnt sich nur, wenn der Mehrwert klar ist.
Für wen ist Next.js die bessere Wahl?
- KMU die online wachsen und sichtbar werden wollen
- Unternehmen die auf mobile Nutzer und SEO-Performance angewiesen sind
- Betriebe die Schluss mit Plugin-Updates und Sicherheitssorgen machen wollen
- Websites die auch in 5 Jahren noch modern sein sollen
Fazit
Wir bauen seit Jahren sowohl WordPress- als auch Next.js-Sites und haben eine klare Meinung: Für KMU, die ihre Website 2026 oder später launchen, gibt es kaum noch gute Gründe für WordPress. Die Kombination Next.js + modernes Headless-CMS ist in allen messbaren Dimensionen überlegen — Performance, Sicherheit, Wartung, SEO.