Kurz gesagt: Ein Website-Relaunch ohne klaren Plan kostet KMU im Schnitt 20 bis 40 Prozent organischer Sichtbarkeit — und damit Anfragen, Auftraege und Umsatz. Mit einem disziplinierten 12-Schritte-Fahrplan, einer vollstaendigen 301-Redirect-Map und einer sauberen Pre-Launch-Qualitaetssicherung bleibt der Verlust unter 10 Prozent und ist nach 4 bis 8 Wochen wieder ausgeglichen. Dieser Beitrag zeigt mittelstaendischen Unternehmen in Niederbayern, Bayern und im DACH-Raum, wie der Relaunch zur Wachstums-Chance statt zum Risiko wird.
Das Wichtigste in Kuerze
Die 6 wichtigsten Erkenntnisse fuer einen Website-Relaunch 2026
1. Wer einen Relaunch ohne Plan startet, verliert im Schnitt 20 bis 40 Prozent organischer Sichtbarkeit. Mit Plan und sauberer 301-Map liegt der Verlust typischerweise unter 10 Prozent — und ist nach 4 bis 8 Wochen ausgeglichen. 2. Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar: Strategie und Audit zuerst, Design erst danach, Technik vor der Migration und Redirects vor dem Go-Live. Wer in Phase 3 anfaengt, baut auf Sand. 3. Die Redirect-Map ist der wichtigste Einzel-Artefakt des gesamten Projekts. 70 Prozent aller Ranking-Verluste nach einem Relaunch gehen auf fehlende oder fehlerhafte 301-Weiterleitungen zurueck. 4. Nutzen Sie ausschliesslich 301-Redirects (permanent). 302 und 307 sind temporaer und uebertragen kein PageRank. Halten Sie Redirect-Ketten auf maximal 3 Hops — Googles offizielle Empfehlung. 5. Pre-Launch-QA auf einem identischen Staging-System spart in jedem Projekt mindestens 10 Stunden Nacharbeit. Testen Sie Performance, Schema-Markup, Tracking und Formulare bevor Sie die DNS umlegen. 6. Mittelstaendische KMU in Bayern koennen den Relaunch ueber den Digitalbonus Bayern (bis 7.500 Euro Standard, bis 30.000 Euro Plus) anteilig foerdern lassen. Antrag muss vor Vertragsabschluss gestellt werden.
Warum so viele Website-Relaunches Rankings, Traffic und Anfragen kosten
Ein Website-Relaunch ist fuer viele Mittelstaendler das einschneidendste Marketing-Projekt des Jahres. Neues Design, neue Botschaften, neue Technik — die Erwartung ist klar: bessere Wirkung, mehr Anfragen, modernere Marke. Die Realitaet sieht in der ueberwiegenden Mehrzahl der Projekte anders aus. Branchenuebergreifende Auswertungen zeigen, dass Relaunches ohne strukturierten SEO-Prozess im Durchschnitt 20 bis 40 Prozent organischer Sichtbarkeit kosten. Bei einer Website, die monatlich 500 qualifizierte Anfragen aus Google bringt, sind das 100 bis 200 verlorene Leads — Monat fuer Monat, bis der Schaden behoben ist.
Die Ursachen sind in 9 von 10 Faellen die gleichen drei Fehler:
- Die alten URLs werden nicht systematisch erfasst. Wer nur die Hauptnavigation migriert, verliert die organisch rankenden Detail- und Blog-Seiten — und damit die wertvollsten Einstiegsseiten.
- Die Redirect-Map ist unvollstaendig oder generisch. Beispiel: 80 Prozent der alten URLs werden pauschal auf die neue Startseite umgeleitet. Google interpretiert das als Soft-404 und entzieht den alten Seiten den Rank-Wert.
- Performance, Schema und Tracking werden erst nach dem Go-Live ueberprueft. Wenn die Core Web Vitals dann rot sind oder das Conversion-Tracking nicht greift, dauern Diagnose und Behebung Wochen — in denen Pipeline einbricht.
Mit einem disziplinierten 12-Schritte-Fahrplan sind diese Fehler vermeidbar. Die folgenden vier Phasen folgen genau der Reihenfolge, in der wir als Agentur in Vilshofen an der Donau seit Jahren Relaunches fuer Mittelstaendler in Niederbayern, Bayern und im DACH-Raum durchfuehren — und in der wir Sichtbarkeitsverluste unter 10 Prozent halten.

Phase 1 — Strategie und Audit (Schritte 1 bis 3)
Die ersten drei Schritte entscheiden, ob der Relaunch ein Erfolg wird. Sie kosten gemessen am Gesamt-Aufwand wenig Zeit — typisch 1 bis 2 Wochen — und sparen spaeter ein Vielfaches an Korrekturen.
Schritt 1: Ziele, KPIs und Erfolgsdefinition festlegen
Ohne klare Ziele wird der Relaunch zum Geschmackswettbewerb. Definieren Sie vor Projektstart drei bis fuenf messbare KPIs, an denen der Erfolg sichtbar wird:
- Organische Sichtbarkeit (Google Search Console: Impressionen, Klicks, durchschnittliche Position fuer Ihre Top-50-Keywords).
- Conversion Rate (Anfragen pro 1.000 Besucher fuer die Kontaktseite und die Leistungsseiten).
- Core Web Vitals (LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1 auf Mobile).
- Time-to-First-Lead nach Go-Live (Tage zwischen DNS-Switch und erster qualifizierter Anfrage).
- Recovery-Frist (nach wie vielen Wochen ist die organische Sichtbarkeit wieder beim Pre-Launch-Niveau).
Diese KPIs werden in einem Baseline-Dokument festgehalten. Genau dieses Dokument wird in Phase 4 wieder geoeffnet — sonst weiss niemand, ob der Relaunch erfolgreich war.
Schritt 2: Bestandsaufnahme der bestehenden Website
Bevor irgendetwas geaendert wird, brauchen Sie ein vollstaendiges Bild der Status-Quo-Website. Drei Quellen liefern es:
- Google Search Console: Exportieren Sie alle indexierten URLs der letzten 16 Monate inklusive Impressionen, Klicks, Position und Top-Keywords. Das ist Ihre Ranking-Basis.
- Crawler-Audit mit Screaming Frog oder Sitebulb: Vollstaendige URL-Liste, HTTP-Status, interne Linkstruktur, Meta-Daten, Schema-Markup, Bild-Alt-Texte, Wortzahlen.
- Web-Analytics (GA4, Plausible, Matomo): Top-Landingpages, Conversion-Pfade, Absprungraten, Traffic-Quellen. Mindestens 6, besser 12 Monate Historie.
Das Ergebnis ist eine zentrale URL-Tabelle mit allen relevanten Daten pro Seite. Diese Tabelle ist der wichtigste Input fuer die spaetere Redirect-Map (Schritt 9).
Schritt 3: Content-Audit mit Keep, Update, Delete
Auf Basis der URL-Tabelle wird jeder Seite eine von drei Entscheidungen zugewiesen:
- Keep: Die Seite rankt, konvertiert und passt zur neuen Strategie. Sie wird 1:1 migriert (eventuell mit kleineren Anpassungen).
- Update: Die Seite hat Potenzial, ist aber veraltet, zu kurz oder hat schwache Conversion. Sie wird inhaltlich ueberarbeitet und ggf. erweitert.
- Delete: Die Seite hat keinen Wert (kaum Traffic, keine Conversions, kein interner Wert). Sie verschwindet — bekommt aber trotzdem einen 301-Redirect auf die thematisch naechstliegende neue Seite.
Faustregel fuer KMU-Seiten unter 200 URLs
Etwa 40 Prozent der URLs sind in der Regel Keep, 35 Prozent Update, 25 Prozent Delete. Wer schon im Audit unter 60 Prozent Keep+Update kommt, sollte die Substanz seiner Inhalte grundsaetzlich hinterfragen — ein Relaunch heilt keine inhaltliche Schwaeche.
Bestandsaufnahme und Content-Audit fuer Ihre Website
Wir uebernehmen die komplette Analyse Ihrer aktuellen Website: Search-Console-Export, Crawler-Audit, Keyword-Map und Keep-Update-Delete-Bewertung pro URL. Sie erhalten eine entscheidungsreife Tabelle und einen priorisierten Maßnahmenplan fuer den Relaunch.
Phase 2 — Konzept und Design (Schritte 4 bis 6)
In Phase 2 entsteht die Blaupause der neuen Website. Hier wird nicht designt, sondern strukturiert. Wer Phase 2 ueberspringt und direkt mit dem Designtool startet, baut spaeter auf einer Struktur, die SEO und Conversion gleichermaßen kostet.
Schritt 4: Keyword-Mapping und Suchintent-Cluster
Pro Zielseite wird genau ein Primary Keyword definiert und 2 bis 4 Secondary Keywords mit verwandter Suchintention. Das verhindert das haeufigste Relaunch-Problem: zwei Seiten konkurrieren mit denselben Keywords (Keyword-Kannibalisierung). Tools wie Ahrefs Keywords Explorer oder die Google Search Console liefern Suchvolumen und Konkurrenz pro Begriff. Lokale KMU in Niederbayern integrieren hier zusaetzlich regionale Modifier wie "Passau", "Niederbayern" oder branchenspezifische Orts-Bezuege.
Schritt 5: Informationsarchitektur und URL-Struktur
Aus dem Keyword-Mapping und der Keep-Update-Delete-Liste entsteht die neue Seitenstruktur. Faustregeln:
- Maximal drei Ebenen Tiefe: /leistungen/webentwicklung, nicht /leistungen/web/development/agency-passau.
- Sprechende Slugs ohne Umlaute (ae/oe/ue/ss), keine IDs, keine Datei-Endungen.
- Keyword im Slug — aber nur einmal, nicht "/seo/seo-passau/seo-fuer-passau".
- Beibehalten bewaehrter URLs: Wenn /leistungen/webdesign bereits rankt, bleibt der Slug — auch wenn Sie intern lieber "Webentwicklung" sagen.
- Konsistente Schreibweise im gesamten System: nur Kleinbuchstaben, Bindestriche statt Unterstriche, kein abschliessender Slash.
Schritt 6: Design und Wireframes (mobile-first)
Erst nach Schritt 5 — wenn die Struktur steht — beginnt das Design. Zwei Prinzipien sind 2026 nicht verhandelbar:
- Mobile-first: Ueber 65 Prozent des Traffics von B2C-KMU-Websites in Deutschland kommt 2026 von mobilen Geraeten, bei B2B sind es 35 bis 45 Prozent. Wer am Desktop entwirft und mobile nur nachzieht, baut zwingend zwei Layouts statt einem.
- Conversion-Klarheit: Jede Seite hat genau eine primaere Aktion (CTA). Drei "gleich wichtige" Buttons im Hero sind drei verwirrte Besucher.
Phase 3 — Umsetzung (Schritte 7 bis 9)
Phase 3 ist die rein technische Phase. Hier zahlt sich gute Vorarbeit aus: Wer Phase 1 und 2 sorgfaeltig gemacht hat, kann das Team in Phase 3 fokussiert arbeiten lassen, statt staendig Konzept-Diskussionen nachzuholen.

Schritt 7: Tech-Stack, Hosting und Performance-Setup
Die Stack-Wahl beeinflusst Performance, SEO und Wartungskosten ueber Jahre. 2026 hat sich fuer KMU-Sites mit hohem Marketing-Fokus folgende Kombination als Standard etabliert: Next.js 15 als Framework, Payload CMS oder Sanity als Headless CMS, Vercel oder Cloudflare als Hosting mit globalem CDN, Vercel Postgres oder NeonDB als Datenbank. Diese Kombination erreicht out-of-the-box Core Web Vitals im gruenen Bereich, ist DSGVO-konform betreibbar (EU-Regionen) und kostet im Betrieb unter 100 Euro pro Monat — deutlich weniger als klassisches Managed-WordPress-Hosting mit vergleichbarer Leistung.
Schritt 8: Content-Migration und On-Page-SEO
Aus der Keep-Update-Delete-Liste werden Inhalte ins neue CMS migriert. Pro Seite sind sechs SEO-Pflichtfelder zu pflegen: Title-Tag (max. 60 Zeichen), Meta-Description (max. 155 Zeichen), H1 (genau einmal, identisch zum Title oder leichte Variante), strukturierte Headings (H2/H3), Bild-Alt-Texte (deskriptiv plus Keyword), Schema-Markup (Article fuer Blogposts, Service oder LocalBusiness fuer Leistungsseiten, Organization fuer die Startseite).
Schritt 9: Redirect-Map erstellen — der wichtigste Schritt
Schritt 9 ist der kritischste des gesamten Projekts. 70 Prozent aller Ranking-Verluste nach einem Relaunch gehen auf fehlende oder fehlerhafte 301-Weiterleitungen zurueck. Eine vollstaendige Redirect-Map ordnet jeder alten URL eindeutig eine neue zu — keine Ausnahmen, keine pauschalen Umleitungen auf die Startseite.

Tech-Stack-Setup und Migration fuer Ihren Relaunch
Wir uebernehmen die komplette technische Umsetzung: Next.js + Payload CMS auf Vercel, Content-Migration aus Ihrem Alt-System, On-Page-SEO pro URL, Schema-Markup und Performance-Tuning. Bilanz: Core Web Vitals gruen, Hosting-Kosten meist unter 50 Euro pro Monat, Wartungsaufwand minimiert.
Phase 4 — Go-Live und Monitoring (Schritte 10 bis 12)
Die letzten drei Schritte entscheiden, ob die Arbeit der ersten neun Wochen sich auszahlt. Ein schlecht vorbereiteter Go-Live wirft selbst das beste Konzept zurueck.
Schritt 10: Pre-Launch-QA auf Staging
Bevor die DNS umgelegt wird, laeuft die komplette neue Site auf einem Staging-System unter einer geschuetzten Subdomain (zum Beispiel staging.fullstack-factory.de mit Basic-Auth). Eine vollstaendige QA-Checkliste deckt fuenf Bereiche ab:
- Funktionalitaet: Jedes Formular abschicken, jeden CTA klicken, jeden internen Link pruefen — manuell oder via Test-Automatisierung.
- Performance: Lighthouse-Score und Core Web Vitals auf Desktop und Mobile, einmal mit langsamer Verbindung simulieren (3G-Throttling).
- SEO: Meta-Daten, Schema-Markup-Validierung (Google Rich Results Test), Sitemap erreichbar, robots.txt korrekt, hreflang-Tags falls mehrsprachig.
- Tracking: GA4, Conversion-Pixel, Cookie-Consent — funktioniert nur nach Einwilligung, blockiert vor Einwilligung.
- Redirect-Map: Stichprobe von 20 bis 50 alten URLs — landet jede dort, wo sie soll, mit Status 301?
Schritt 11: Go-Live
Der Go-Live ist konzentrierte Maßarbeit, kein Tagesgeschaeft. Idealer Zeitpunkt: Dienstag oder Mittwoch vormittags — nicht Freitag nachmittags, nicht vor Feiertagen. Ablauf in fester Reihenfolge:
- Final-Backup der alten Site (Datenbank + Dateisystem).
- DNS umlegen oder neue Site auf Produktions-Domain freischalten.
- Robots.txt von Staging-Block (Disallow: /) auf produktiv (Allow) umstellen.
- Sitemap.xml in Google Search Console und Bing Webmaster Tools einreichen.
- Google Search Console: URL-Pruefung fuer Startseite und 5 wichtigste Unterseiten, "Indexierung anfordern".
- Live-Stichprobe: Erste 20 Redirect-Eintraege per Browser pruefen, Status 301 verifizieren.
- Tracking-Live-Check: Erste Sitzung im GA4-Echtzeit-Bericht sichtbar?
- Status-Update an Kunde und Team: Go-Live abgeschlossen, Monitoring laeuft.
Schritt 12: Post-Launch-Monitoring fuer 4 bis 8 Wochen
Die ersten 4 bis 8 Wochen nach Go-Live entscheiden, ob der Relaunch erfolgreich war. Drei Reports werden taeglich (Woche 1), woechentlich (Woche 2 bis 4) und alle zwei Wochen (Woche 5 bis 8) ueberprueft:
- Google Search Console: Crawling-Fehler, Indexierungsstatus, Impressionen-Trend, neue Klick-URLs.
- Core Web Vitals (CrUX-Daten in der Search Console oder PageSpeed Insights): Sind LCP, INP und CLS stabil im gruenen Bereich?
- Analytics: Sessions, Conversion Rate, Top-Landingpages — Vergleich Pre-Launch vs. Post-Launch (Baseline aus Schritt 1).
Erkenntnisse aus dem Monitoring werden in einer Issue-Liste gefuehrt. Typische Nachzueg-Themen: einzelne Redirects, die noch fehlen, alte URLs in externen Backlinks, vereinzelte Schema-Validierungs-Warnungen. Ohne diese Disziplin verpassen Teams die kleinen Korrekturen, die ueber Rang 4 statt Rang 8 entscheiden.
Die Redirect-Map: Sieben Regeln fuer das Herzstueck jedes Relaunches
Weil 70 Prozent der Ranking-Verluste auf die Redirect-Map zurueckzufuehren sind, lohnt sich der eigene Tiefenblick. Diese sieben Regeln gelten fuer jeden Relaunch, unabhaengig von Branche oder Groesse:
- Vollstaendigkeit: Jede in der Suchkonsole indexierte URL braucht eine 1:1-Zuordnung. Nicht "alles, was rankt", sondern alles, was indexiert ist — auch alte Blog-Beitraege.
- 301 immer: 302 und 307 sind temporaer und uebertragen kein PageRank. Wer "spaeter umstellt", verliert in der Zwischenzeit Rankings.
- Max. 3 Hops pro Kette: Googles offizielle Empfehlung. Der Crawler folgt zwar bis 10, dann bricht er ab. Mit jedem Hop sinkt aber das uebertragene Ranking-Signal.
- Kein generisches Ziel: Pauschal-Redirects auf die Startseite werden als Soft-404 gewertet. Lieber thematisch naechstliegende Unterseite waehlen oder echte 410 (Gone) setzen.
- Externe Backlinks priorisieren: Per Ahrefs oder Majestic die alten URLs mit den meisten verweisenden Domains identifizieren. Diese Redirects sind doppelt wertvoll.
- Versionierung im Repo: Die Redirect-Map liegt als CSV oder Konfigurationsdatei im Git-Repository. Jede Aenderung ist nachvollziehbar.
- Erst Staging, dann Produktion: Sample-Redirects auf Staging testen, dann erst aktivieren. Ein einziger Tippfehler in einer Regex kann tausende URLs ins Leere leiten.
Achtung: Die Redirect-Map ueberlebt den Relaunch
Nehmen Sie die Redirect-Map nach 6 Monaten nicht aus dem System. Auch Jahre nach einem Relaunch kommen noch Klicks auf alte URLs (aus E-Mails, gedruckten Visitenkarten, Anzeigen-Anhaengen). Erst nach 12 bis 24 Monaten dauerhaft niedrigem Traffic koennen einzelne Redirects deaktiviert werden — gegen 410 statt komplette Loeschung.
Zeitrahmen, Budget und Foerderung fuer Mittelstaendler in Bayern
Ein KMU-Relaunch in der hier beschriebenen Disziplin dauert je nach Umfang 8 bis 16 Wochen vom Kick-off bis zum Go-Live, plus 4 bis 8 Wochen Post-Launch-Monitoring. Die folgende Tabelle zeigt typische Aufwaende fuer mittelstaendische Websites mit 20 bis 200 URLs:
| Merkmal |
|---|
Fuer Unternehmen aus Niederbayern und Bayern ist der Digitalbonus Bayern die wichtigste Foerderung. Der Antrag muss VOR Vertragsabschluss eingereicht werden — wer erst beauftragt und dann beantragt, ist von der Foerderung ausgeschlossen. Die IHK Niederbayern in Passau bietet kostenfreie Erstberatung zum Bonus, ebenso Bayern Innovativ.
Haeufige Fragen zum Website-Relaunch
Ein typischer KMU-Relaunch mit 40 bis 120 URLs dauert 10 bis 14 Wochen vom Kick-off bis zum Go-Live, plus 4 bis 8 Wochen Post-Launch-Monitoring. Kleine Projekte (15 bis 40 URLs) sind in 6 bis 10 Wochen machbar, komplexe Sites (120+ URLs, mehrsprachig oder mit Shop) brauchen 14 bis 28 Wochen. Wer schneller plant, spart in der Regel an den falschen Schritten — meist am Audit oder an der Pre-Launch-QA.
Drei Hebel halten den Verlust unter 10 Prozent: erstens eine vollstaendige 301-Redirect-Map, die jeder alten URL eine neue zuordnet (keine Pauschal-Redirects auf die Startseite); zweitens unveraenderte Title-Tags, H1 und Content-Substanz fuer Keep-Seiten; drittens stabile Core Web Vitals im gruenen Bereich ab Tag 1. Wer diese drei Hebel sauber umsetzt, erholt sich typischerweise in 4 bis 8 Wochen vollstaendig vom kurzen Sichtbarkeitsdip.
Eine kleine Unternehmens-Website (15 bis 40 URLs) liegt 2026 zwischen 8.000 und 15.000 Euro, eine mittlere Website (40 bis 120 URLs) zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Komplexe Projekte mit umfangreichen Leistungsstrukturen, Branchen-Landingpages oder Shop kosten 30.000 bis 70.000 Euro. Bayerische KMU koennen ueber den Digitalbonus Bayern bis zu 7.500 Euro (Standard) oder bis zu 30.000 Euro (Plus) Zuschuss erhalten — Antrag immer vor Vertragsabschluss.
Ein CMS-Wechsel ist sinnvoll, wenn die alte Plattform regelmaessige Performance-Probleme verursacht, hohe Wartungskosten erzeugt oder fundamentale Sicherheitsluecken hat. Wir empfehlen Mittelstaendlern 2026 fuer Marketing-Websites einen modernen Stack aus Next.js und Headless CMS (Payload CMS, Sanity oder Contentful) — die Wartungskosten sinken durch Auto-Updates und Serverless-Hosting auf typisch 30 bis 60 Prozent gegenueber klassischem Managed-WordPress, die Performance liegt out-of-the-box im gruenen Bereich. Details im verlinkten Vergleich Headless CMS vs. WordPress.
In den ersten 7 bis 14 Tagen nach einem Relaunch sieht Google die neue URL-Struktur, crawlt sie und ordnet die Ranking-Signale via 301-Redirects neu zu. In dieser Phase ist ein temporaerer Sichtbarkeitsdip normal — bei sauberer Vorbereitung 5 bis 10 Prozent, bei schlechter Vorbereitung 30 Prozent und mehr. Nach 4 bis 8 Wochen sollte die Sichtbarkeit wieder beim Pre-Launch-Niveau sein, oft sogar darueber, wenn die neuen Inhalte und Core Web Vitals besser sind.
Ja — fuer alle indexierten und mit externen Backlinks versehenen URLs. Pauschale Redirects auf die Startseite werden von Google als Soft-404 gewertet und uebertragen kein Ranking. Bei sehr grossen Sites (1.000+ URLs) koennen Regex-Pattern fuer ganze Bereiche definiert werden, aber die wichtigsten 100 bis 300 URLs (Top-Trafficseiten und Backlink-Empfaenger) gehoeren immer einzeln in die Map. Aufwand: bei 100 URLs realistisch 4 bis 8 Stunden Arbeit — gemessen am Schaden eines schlechten Mappings vernachlaessigbar.
Fazit: Relaunch als Wachstums-Chance statt Risiko
Ein Website-Relaunch ist kein Design-Projekt, sondern ein SEO- und Conversion-Projekt mit Design-Anteil. Wer den 12-Schritte-Fahrplan in der vorgegebenen Reihenfolge durchgeht — Strategie und Audit, Konzept und Design, Umsetzung, Go-Live und Monitoring — halbiert das Risiko und vervierfacht die Wahrscheinlichkeit, dass die neue Site in den ersten 90 Tagen mehr Anfragen bringt als die alte.
Die kritischsten drei Hebel zum Mitnehmen: Erstens, die Reihenfolge nicht ueberspringen — Phase 1 und 2 vor jedem Design-Pixel. Zweitens, die Redirect-Map als zentrales Artefakt behandeln; sie entscheidet ueber 70 Prozent des Ranking-Risikos. Drittens, Post-Launch-Monitoring von Tag 1 an aufsetzen, nicht erst, wenn die Sichtbarkeit faellt.
Wenn Sie einen Relaunch fuer Ihr Unternehmen in Vilshofen, Passau, Niederbayern, Bayern oder im gesamten DACH-Raum planen — wir begleiten mittelstaendische Unternehmen von der Bestandsanalyse ueber Konzept und Umsetzung bis zum Post-Launch-Monitoring. Mit transparenter Aufwandschaetzung, fester Vertrags-Struktur und Erfahrung aus dutzenden erfolgreichen Relaunches.
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